«

»

Abstellkammer 2.0

Ein zweites größeres Projekt der letzten Zeit war meine Abstellkammer. Glücklich, dass ich überhaupt eine habe, aber organisiert ist anders. Das war irgendwie immer der Abstellplatz für alles, wofür sonst kein Platz war: Lebensmittel, Putzzeug, Kabel, Werkzeug, Staubsauger, Altpapier, Kram. Auch unser Tiefkühlschrank steht dort, da in der Küche kein Platz ist und darauf die Mikrowelle. Das nervte mich schon lange und so hab ich aus der ehemaligen Gerümpelkammer eine gut durchdachte Abstellkammer gemacht.

Nahaufnahme von einigen Paketen Zucker und MehlDer erste Schritt war: alles raus und dann großzügig entrümpeln. Und zwar wirklich großzügig. Braucht man wirklich drei verschiedene Schrubber? Gefühlte 57 Putztücher? Glühbirnen von Lampen, die schon lange nicht mehr existieren? Weichspüler, den man gar nicht mehr benutzt? Ich hatte erschreckend viele Dinge in der Abstellkammer, die weg konnten. Wahrscheinlich, weil ich mich vor diesem Raum immer gefürchtet und ihn deswegen bei meinen regelmäßigen Entrümpelungsaktionen einfach ignoriert habe.

So sah es vorher aus. Schlimm oder?

Collage der Abstellkammer: vollgestellte Regale mit Werkzeug, Putzutensilien, Falschen und KramDie Ecke links neben dem Tiefkühlschrank war nur schwer zugänglich, also war der erste Schritt nach dem Leerräumen, den Schrank an die andere Wand schieben. Die Mikrowelle wurde wieder in die Küche verfrachtet. Wir nutzen sie zwar wirklich selten, aber das Essen in die Abstellkammer zu schleppen war doch sehr unpraktisch. Außerdem wurde der Schrank links neben den Regalen gegen ein offenes hohes Regal ausgetauscht.

Das war noch relativ einfach, dann kam der schwierige Teil: Was darf wieder eingeräumt werden und wohin kommt der Rest?

Ich wollte eine Vorratskammer, damit war klar, dass außer Lebensmitteln und einigen wenigen Vorräten für das Badezimmer nichts mehr in diesen Raum durfte. Wohin also mit Werkzeug, Putzzeug, Staubsauger & Co.? Die Lösung zeige ich euch in den nächsten Wochen, nur soviel: Ich habe eine Lösung gefunden – und wie ich finde sogar eine gute.

Als reiner Vorratsraum genutzt hatte ich plötzlich mehr als genug Platz für alles. Ich bin nach wie vor kein Fan von übertriebener Vorratshaltung, aber Dinge wie Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Milch und ähnliches möchte ich einfach immer genug im Haus haben. Kleine Boxen helfen dabei, die Dinge zu gruppieren. Da ich nicht zu viele Vorräte kaufe, bleibt alles übersichtlich und die Gefahr, Lebensmittel zu vergessen bis sie ungenießbar sind, wird sehr gering.

Drei Regale mit Lebensmitteln: Nudeln, Reis, Zucker, Mehl, Milch, Dosenfrüchte, ThunfischAuch einen kleinen Vorrat an Getränken, Toilettenpapier, Küchenrolle und einigen Hygieneartikeln finde ich sinnvoll.

Regal mit Getränkeflaschen und darüber Mülltüten, Shampoo, DuschgelBesonders genervt hat mich auch das Altpapier. Das steht ja eigentlich immer im Weg rum. Wir haben zwar einen Papiercontainer am Haus, aber da der so gut wie immer voll ist, bringen wir unser Papier regelmäßig zu einer öffentlichen Sammelstelle. Das bedeutet aber, dass wir es immer einige Tage lang in der Wohnung haben. Schön ist anders. Ich hatte noch eine kleine Kommode auf dem Dachboden, in diesen zwei Schubladen können wir jetzt quasi unsichtbar unser Altpapier aufbewahren. Man muss es dann zwar einmal kurz umfüllen, bevor man es weg bringt, aber das ist wirklich schnell gemacht. Auf der Kommode hat der Kasten Bier vom Mann Platz, dann muss er sich auch nicht so weit bücken ;-)

Tiefkühlschrank, rechts daneben eine kleine Kommode mit zwei Schubladen und darauf ein Kasten BierIch bin wirklich sehr zufrieden mit unserer neuen Vorratskammer. Man muss nichts mehr suchen, kommt überall leicht dran und muss nicht mehr ständig wegen einer Tüte Milch in den Supermarkt laufen.

4 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Lia1969

    WOW, so organisiert wäre ich auch gern . Lese Dich unheimlich gern.
    LG Lia

  2. Vanessa

    Meine Güte, Andrea, mit diesem Thema hast Du mir echt ein schlechtes Gewissen gemacht! Mein “Kammerl” – wie wir in Bayern zu sagen pflegen, war mir immer ein Dorn im Auge. Dabei hat mein Mann ein so tolles Mega-Regal da reingebaut. Selbst gemacht, versteht sich. Und er hat sich sogar nach meinen Wünschen gerichtet (dass z. B. das unterste Fach bei den Putzsachen so hoch ist, dass der Staubsauger drunter passt..). Aber wie das halt so ist, irgendwann schleicht sich die Unordung ein. Heute war der Tag der Tage und ich habe ausgemistet, sauber gemacht und wieder alles “besser” eingeräumt. Und das alles nur wegen Dir – DANKE!

  3. Kerstin

    Wir haben uns dieses Wochenende auch nochmal an unsere Abstell/Vorratskammer gewagt … Ich hab vorher so Vorratsdosen beim Lidl besorgt gehabt und dann haben wir fleißig offene Lebensmittel umgefüllt und mit deinen tollen Schildchen beschriftet.
    Zum einen ist einiges raus geflogen, bzw steht jetzt auf der – bald verbrauchen- Seite und daher macht es nun einen viel ordentlicheren Eindruck.

  4. Maria

    Hallo Andrea,

    in der Abstellkammer habe ich ein caddy entdeckt, wonach ich schon lange suche. Es war vor Deiner Aufräumaktion in dem Schrank mit Deinen Putzmittel zu sehen. In dem Fach über Lenor/Sofix. Ausserdem war ich auf der Suche nach dem Tipp, wie man ohne Filofax-Locher löcher machen kann.

    Viele Grüße
    Maria

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>