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Entrümpeln – aber wohin eigentlich?

Hallo ihr Lieben,

ich hatte es euch ja schon angedroht, hier wird demnächst ordentlich entrümpelt. Da in letzter Zeit die ein oder andere Entrümpelungsfrage bei mir eingegangen ist, befasse ich mich vorher aber noch ein bisschen mit den Basics. Eine der wichtigstens Fragen beim Entrümpeln lautet: Wohin eigentlich mit dem ganzen Krempel?

BannerSich zum Entrümpeln aufraffen fällt vielen Menschen schwer. Und dann zu entscheiden, was wirklich weg kann, noch schwerer. “Es war doch so teuer” oder “Das ist doch noch gut” sind beliebte Sätze, die man als Ausreden für den Krempel immer wieder hört. Ich behaupte, es gibt niemand, der nicht ab und zu eine diese Ausreden benutzt, um sich von irgendetwas nicht zu trennen – obwohl er es gar nicht mehr braucht (oder vielleicht sogar nie gebraucht hat).

Die genannten Sätze sind keine Ausrede, den Krempel zu behalten, aber sie sollten auch nicht ignoriert werden. Deswegen muss nicht jedes entrümpelte Teil in den Müll geworfen werden. Wir produzieren sowieso alle viel zu viel Müll, dabei gibt es beim Entrümpeln noch so schöne andere Möglichkeiten. Das gilt natürlich nur für Gegenstände, die noch in einem sehr guten Zustand sind. Müll ist Müll ist Müll… und kommt in den Müll.

Verkaufen

Ein super Weg, Krempel loszuwerden und auch noch Geld dabei zu verdienen ist es, die Gegenstände zu verkaufen. Auf Flohmärkten, in Online-Verkaufsbörsen, bei Ebay oder sonstigen Auktionshäusern finden sich bestimmt Schnäppchenjäger, die für deinen Krempel eine sinnvolle Verwendung haben.

Tauschen

Muss ja nicht immer Geld sein, Tauschbörsen gibt es mittlerweile einige online. Gegenstände können gegen andere Gegenstände, aber auch gegen Dienstleistungen getauscht werden. Und auch im eigenen Bekanntenkreis gibt es vielleicht einen geeigneten Tauschpartner.

Verschenken

Das ist meistens mein erster Versuch, meinen Krempel loszuwerden. Oft findet sich im Familien- oder Freundeskreis jemand, der genau das sucht, was ich gerade loswerden möchte. Oder kennt jemanden, der jemanden kennt… Diese Methode hat gleich zwei Vorteile: du wirst den Krempel los und machst auch noch jemand anderem eine Freunde. Da fällt die Trennung gleich viel leichter.

Spenden

Es gibt zahlreiche gemeinnützige Vereine und Organisationen, die sich über Sachspenden freuen. Oft holen sie die Sachen sogar bei dir zu Hause ab. Und es gibt genug Menschen, die deinen Krempel wirklich gut brauchen könnten. Hier möchte ich nochmal auf den Zustand der Spenden eingehen. Nur weil manche Menschen nicht genug Geld haben, um alles neu zu kaufen, bedeutet das nicht, dass sie jeden Mist dankbar annehmen müssen. Dreckige oder kaputte Kleidung gehört entweder zuerst in die Waschmaschine oder direkt in den Müll. Das wissen die meisten zwar, aber was man z.B. in diversen Facebookgruppen oder Verschenkplattformen so liest, lässt einen echt zweifeln.

Müll

Was wirklich Müll ist, kommt auch in den Müll. Allerdings bitte noch drauf achten, in welchen Müll.

  • Papier gehört ins Altpapier
  • Verpackungsmaterial gehört in den gelben Sack, bei Unsicherheit findet man auf den Seiten der örtlichen Abfallentsorgung genauere Informationen. Hier zum Beispiel für Bonn: Gelbe Tonne.
  • Verpackungsglas gehört in einen Altglascontainer, aber wirklich nur Verpackungsglas. Nicht hinein gehören beispielsweise Keramik, Fensterglas oder sogar Glückbirnen. Hier gibt es eine Auflistung: Altglas.
  • Kleidung inkl. Schuhe können in einen Altkleidercontainer gespendet werden, wenn sie sauber, nicht kaputt und in gutem Zustand ist. Kaputte und dreckige Kleidung oder getragene Unterwäsche und Socken gehören in den Restmüll.
  • Elektrogeräte gehören auf keinen Fall in den Restmüll. Hier musst du dich bei deiner Stadt informieren, wie du am besten damit vorgehst. Hier in Bonn gebe ich meinen Elektromüll kostenlos bei der Wert- und Schadstoffsammelstelle ab. Für Kleinelektrogeräte gibt es in vielen Städten auch schon rote Tonnen.
  • Auch nicht in den Restmüll gehören Energiesparlampen und LEDs. Sie enthalten ein Gemisch aus Quecksilber und Gas, das nicht in die Luft gelangen darf. Also bitte darauf achten, dass sie nicht kaputt gehen. Auch diese Lampen kann man kostenlos abgeben.
  • Batterien können nicht nur bei der Stadt, sondern auch in den Supermärkten oder anderen Geschäften entsorgt werden. Jedes Geschäft, das Batterien verkauft, muss auch leere Batterien annehmen.
  • Schadstoffmüll gibt es leider in so gut wie jedem Haushalt. Farben, Lacke und auch Putzmittel enthalten giftige Chemikalien, die nicht in den normalen Müll oder die Kanalisation gelangen dürfen. Es gibt mittlerweile übrigens schon sehr viele schadstoffarme Alternativen, die auch genauso gut putzen wie die Chemiekeule. Entsorgt werden diese Stoffe – zumindest in Bonn – ebenfalls über die Wert- und Schadstoffsammelstelle.

Es gibt natürlich noch weiteren Müll, aber wenn wir beim Entrümpelungs-Projekt nicht spontan z.B. einen Durchbruch in die Wand hauen, dann reichen diese Informationen fürs erste.

Nächste Woche geht es um den Sinn von Zonen und was genau ich damit meine.

Alles Liebe

Andrea

6 Kommentare

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  1. Vanessa

    Wer seine Klamotten schnell und zahlreich loswerden möchte, sollte sie über http://www.textil-ankauf.com verkaufen. Ist ganz einfach und man bekommt noch ein bisschen Geld dafür.

    Man muss nur angeben, welche Klamotten man verschicken möchte und gibt diese ins online Formular ein. Dafür gibt es Punkte. Man muss mindestens 100 Punkte und mindestens 13 Kilo zusammen haben, dann kann man kostenlos verschicken. Alles eingeben, Bankdaten angeben und dann erhält man einen Paketschein und eine Liste, die man dem Paket beilegen soll. Und ab geht die Post.

    Bei 13 Kilo Klamotten bekommt man so etwa 18-28 € zusammen. Das ist dann ein Angebot, kann aber dann noch abweichen. Sollten die Klamotten in einem schlechten Zustand sein kann sich der Preis reduzieren, sind die Klamotten im besseren Zustand als erwartet und vielleicht noch schick, kann sich der Preis auch erhöhen. Ich habe sogar schon mal das Doppelte davon bekommen, was mir angeboten wurde!

    Klar wird man damit nicht reich, aber man wir dadurch ziemlich schnell und ziemlich einfach ziemlich viel Klamotten los. Das größte Problem ist, einen geeigneten Karton dafür zu finden und das Paket zur Post bringen… *schwitz* Aber mit männlicher Hilfe klappt das schon!

    LG

    vanessa

    1. Andrea

      Hallo Vanessa,
      danke für den Tipp. Ich stelle es mir allerdings schwer vor, ohne Schuhe oder Jacken die 13 Kilo zusammen zu bekommen. Aber ich werde es mir mal anschauen.
      LG Andrea

      1. Vanessa

        Also, wenn man mal wirklich in einem totalen Entrümpel-Wahn ist, kommen die 13 Kilo schneller zusammen, als man meint!
        Da ich meine Klamotten sehr lange anziehe und nur alle paar Jahre mal entrümpel, hab ich damit nicht so das Problem. Besonders rentiert sich das, wenn man mal so im Bereich Winterjacken und Schuhe aussortiert. Da hat man das dann ganz schnell zusammen. Oder auch Bettwäche. Einfach mal von einem Bereich zum nächsten vorarbeiten und alles auf einen Haufen… so schnell hat man 13 Kilo beisammen…

        Bei meiner letzten Aktion hab ich innerhalb einer Entrümpel-Orgie 3 Kartons zusammen bekommen….

        ;-)

        LG

  2. Meike

    Der Artikel passt zu meinem, den ich gerade geblogt habe :-) Zur Weitergabe von Büchern nutze ich inzwischen die “offenen Bücherschränke”, die es in Frankfurt zuhauf gibt. Leider kann man da nicht nur reinstellen, sondern auch rausnehmen …

    Liebe Grüße
    Meike

    1. Andrea

      Hallo Meike,
      die Bücherschränke gibt es hier auch. Allerdings sind die immer super voll und oft stehen Bücher schon daneben. Das finde ich dann schade, wenn sie durch Regen unbrauchbar werden. Aber generell finde ich diese Schränke auch super.
      LG Andrea

  3. Meike

    Ja, ne, daneben stellen geht natürlich nicht. Das bedeutet dann ja nur, dass derjenige, der die Bücher da abstellt, sie los ist, und jemand anderes sie wegschmeißen muss.

    Bei uns in Ffm klappt es derzeit noch recht gut. Und ein Wiesbadener Bloggerkollege (Philipp Elph) ist zum Bücherschrankk-Pfleger (oder wie das heißt) geworden, d. h., er kümmert sich darum, dass Ladenhüter und Unlesbares rausgenommen werden. Ganz ohne Pflege geht es leider nicht – es gibt auch in diesem Bereich leider Leute, die “Spende” mit Abfallentsorgung gleichsetzen.

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