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Entrümpeln – Weg mit dem Krempel

Aller Anfang ist nunmal schwer. Aber wer seine Wohnung auf Vordermann bringen möchte, wird um diesen Schritt nicht herumkommen: Entrümpeln. Obwohl diese Aufgabe so unbeliebt ist, macht sie sehr viel Sinn. Andernfalls investiert man jede Menge Zeit, Kraft und Geld, um Dinge aufzuräumen und zu säubern, die man gar nicht mehr braucht. Denn was weg ist, muss nicht mehr entstaubt oder geputzt werden. Weniger Krempel bedeutet also auch weniger Arbeit. Aber es gibt noch weitere Vorteile.

SperrmüllGründe, die für eine Entrümpelung der Wohnung sprechen:

Man spart Zeit

  • Je weniger Krempel in der Wohnung ist, desto schneller und einfacher ist das Putzen erledigt. Krempel, der nicht mehr in der Wohnung ist, muss auch nicht abgestaubt oder aufgeräumt werden.
  • Man vertrödelt weniger Zeit damit, Dinge zu suchen.

Man spart Geld

  • Wer sich nicht ab und zu von einigen Dingen trennt, benötigt ständig neue Möbel oder Lagermöglichkeiten, um den wachsenden Krempel zu beherbergen.
  • Krempel nimmt uns wertvollen Wohnraum weg, für den wir Miete und Heizkosten bezahlen.
  • Am meisten Geld spart man, wenn man gar keinen neuen Krempel mehr ins Haus lässt.

Man spart Energie

  • In einer nicht zu voll gestopften Wohnung fühlt man sich wesentlich wohler.
  • Krempel belastet uns und wirkt sich auch auf andere Lebensbereiche aus. Wer in einer Wohnung voller Gerümpel lebt, sollte sich nicht wundern, wenn in seinem Kopf auch Chaos herrscht.
  • Entrümpeln befreit! Mit jedem Müllsack voll Krempel, der die Wohnung verlässt, fühlt man sich leichter und freier.

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Krempel, Gerümpel, Kram, Zeug…. was ist das eigentlich?

Wer sich jetzt fragt, ob er von nun an ein Dasein in einer fast leeren, sterilen Wohnung fristen soll, der kann sich entspannen. Wer seine umfangreiche Kugelschreiber-Sammlung liebt, sie zum säubern auseinander schraubt und sich täglich an ihrer Existenz erfreut, darf sie natürlich gerne behalten. Wer jedoch eine riesige Kiste voller nur noch teilweise funktionierender Kulis besitzt, um für den Rest seines Lebens (und dem seiner Enkel), immer ausreichend Schreibgeräte vorrätig zu haben, der sollte über die Notwendigkeit dieser Sammlung ernsthaft nachdenken. Ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus will. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was Krempel ist und was nicht.

Stifte

Identifizierung von Krempel:

Wenn ein Ding alt, kaputt oder schäbig ist, ist es wahrscheinlich Krempel. Auch Dinge, die einem ständig im Weg stehen und man nie weiß, wo man sie eigentlich hin räumen soll, sind häufig Krempel. Wer sich nicht sicher ist, kann sich zur Hilfe folgende Fragen stellen:

  • Funktioniert es noch? – Wenn nein, kann ich es reparieren? (Vorsicht! Selbst wenn nur eine neue Batterie nötig ist, kann dieses Vorhaben scheitern. Es gibt Leute, die sich lieber eine neue Waage kaufen, statt in verschiedenen Läden nach der passenden Knopfzellenbatterie zu suchen. Wer zu dieser Kategorie gehört, sollte sich eventuelle Reparaturpläne genau überlegen).
  • Brauche ich es noch? Damit ist nicht gemeint, dass ich es vielleicht irgendwann mal wieder brauchen könnte. Bei Dingen, die man im letzten Jahr kein einziges Mal benötigt hat, stehen die Chancen sehr hoch, dass das auch in Zukunft so bleibt.
  • Fühle ich mich mit dem Ding wohl? Gefällt es mir noch oder stört es mich aus irgendeinem Grund?
  • Habe ich den Gegenstand überhaupt schon einmal benutzt? Oder habe ich es nur gekauft, weil es ein Schnäppchen war? Auch wenn es schwer fällt, sich das einzugestehen, aber solcher Krempel findet sich gerne in Kleiderschränken – vorzugsweise bei Frauen.
  • Würde ich merken, wenn dieser Gegenstand weg wäre?

Ein einziges „Nein“ als Antwort auf eine diese Fragen reicht aus, um einen Gegenstand als Krempel zu identifizieren. Wer sich dennoch nicht davon trennen kann/will, sollte versuchen, den Grund dafür herauszufinden. Ein Kompromiss ist, solche Dinge zunächst in eine Kiste zu packen und in einem Abstellraum zu lagern. Nach einem Jahr, in dem man diesen Probe-Krempel nicht vermisst hat, sollte man sich jedoch davon trennen.

Krempel nur zu erkennen, reicht nicht – weg mit dem Zeug

In einigen Ratgebern wird empfohlen, einen Entrümpelungs-Termin mit sich selbst zu machen. Außerdem sollte man sich jeweils nur einen Raum vornehmen, bevor man mit dem nächsten anfängt. Das mag für manche Menschen sicher hilfreich sein, mein Ding ist es nicht. Wenn ich denke, dass es mal wieder Zeit für eine Entrümpelungs-Aktion ist und die Zeit lässt es zu, fange ich einfach an. Meistens in mehreren Räumen gleichzeitig, wobei ich zugeben muss, dass dieses Vorgehen nicht wirklich optimal ist. Hier gilt, wie überall auf meinem Blog, probiert aus, was bei euch am besten funktioniert. Die einzig wahre Methode gibt es meiner Meinung nach nicht.

Wirklich sinnvoll ist es allerdings, die einzelnen Einheiten zuerst komplett leer zu räumen, sauber zu machen und dann nur noch das hinein zu räumen, was wirklich da bleiben soll. Was weg soll kommt entweder in den Müll, wird verschenkt oder verkauft. Hier sollte allerdings nicht bei jedem Gegenstand überlegt werden, wer ihn vielleicht noch gebrauchen könnte. Manche Dinge sind wirklich zu schade, um weggeworfen zu werden, aber wer das bei jedem Stück Krempel denkt, steht bald vor einem neuen Problem. Nämlich den Krempel wirklich loszuwerden. Wer dazu neigt, Gründe gegen das Wegwerfen von Dingen zu haben, sollte sich den Artikel Ausreden für Krempel durchlesen. Meiner Erfahrung nach ist es sehr hilfreich, sich diese Ausreden bewusst zu machen, wodurch man besser „loslassen“ kann.

Wie ist es in eurer Wohnung mit dem Krempel? Entrümpelt ihr regelmäßig oder gehört ihr zu den Jägern und Sammlern, die sich kaum von irgendwas trennen können? Über die Kommentarfunktion könnt ihr mir eure Erfahrungen mitteilen.

Fotos: siepmannH  / pixelio.de
Christa Nöhren  / pixelio.de

3 Kommentare

  1. Lili_D

    Hi Andrea,
    bin zufällig auf Deinen Blog gestoßen – gibst ja interessante Tipps zum Thema Entrümpeln, danke! Ich bin nicht immer so rigoros wie Du, was das Entrümpeln, Aussortieren und Wegwerfen angeht. Oft braucht man ja auch dafür Zeit. Kann aber sehr therapeutisch sein :) und ich miste grundsätzlich gern aus. Bin also kein Jäger und Sammler, sondern betrachte meine Sachen eher nüchtern. Ich mag es, wieder Platz zu schaffen für Neues, z.b. Klamotten auszusortieren, weil die Schubladen oder der Kleiderschrank überquellen.
    Kleiner Tipp zum bequemen Entsorgen von Elektroschrott, den man beim Ausmisten auch immer mal findet: Viele wissen nicht, dass man alte Handys oder Zahnbürsten oder Kabel, die nirgends wo mehr dazuzugehören scheinen auch per Post “entsorgen” kann in den nächsten Briefkasten. Service nennt sich Electroreturn und man kann sich ein kostenloses Versandlabel herunterladen, auf Brief kleben, olle Geräte da rein und ab die Post! Was man alles wegschicken kann steht hier: http://blog.deutschepost.de/electroreturn/elektrogeraete-entsorgen-per-post/
    Nutze ich recht oft, denn der Briefkasten ist näher als der Wertstoffhof und der Wertstoffsammeltag ist immer tagsüber, wo ich arbeite.

    1. Andrea

      Danke für den Tipp mit der Post, da hab ich noch nie etwas von gehört. Werde ich mir gleich mal näher anschauen.

  2. Karin

    Danke für die hilfreichen Informationen!

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