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Haushaltsbuch führen – lästig aber hilfreich

Important!

Update:

Auf Ordnungsrausch geht es nicht mehr weiter. Ich blogge jetzt auf Miss Konfetti. Dort findest du eine aktualisierte Version dieses Beitrags und auch die aktuellen Formulare zum Downloaden: Finanzen im Griff mit dem Haushaltsbuch. Schau doch mal vorbei. 

Hier ging es darum, sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen. Das ist auch unbedingt der erste Schritt, aber alleine reicht das leider meistens nicht aus. Denn neben den regelmäßigen Ausgaben gibt es noch zahlreiche variable Kosten.

Formular veraenderliche Ausgaben

Im Optimalfall sollte nach Abzug der regelmäßigen und der variablen Kosten am Ende des Monats noch ein Überschuss bleiben. Dazu reicht zwar ein Blick auf den Kontostand, doch spätestens bei einem Minus davor sollte man sich etwas näher damit befassen, wo denn das ganze Geld geblieben ist.

Um diese Frage zu beantworten empfiehlt es sich, ein Haushaltsbuch zu führen. Ansonsten wird es schwer zu erkennen, wie viel man wofür ausgegeben hat und an welchen Stellen man sparen kann. Auf diese Art hält man seine Ausgaben im Griff, bekommt einen guten Überblick über die aktuellen Preise (nur weil da ein neongelbes Schild dran pappt, ist es nicht unbedingt wirklich ein Schnäppchen) und nicht zuletzt motiviert es ungemein, wenn die ersten Sparerfolge sichtbar werden.

Es gibt verschiedene Methoden, ein solches Buch zu führen. Mein erstes war ein einfaches kariertes Heft, in das ich einfach Datum, Geschäft und Betrag eintrug. Das stellte sich jedoch schnell als nicht ausreichend heraus, denn ich konnte nicht erkennen, ob ich z.B. bei Aldi nötige Lebensmittel oder die neuesten Angebote gekauft hatte. Daher empfehle ich jedem, ein Haushaltsbuch mit verschiedenen Kategorien zu führen.

Formular veränderliche AusgabenIch habe zwei Formulare erstellt, die beide zwar Kategorien berücksichtigen, aber dennoch auf etwas unterschiedliche Weise. Am sinnvollsten (aber auch aufwendigsten) ist eine komplette Aufsplittung in die unterschiedlichen Kategorien. Wenn ich also bei Lidl Großeinkauf gemacht habe, muss ich mich danach mit meinem Kassenzettel hinsetzen und genau auseinander rechnen, was ich jetzt wofür ausgegeben habe. Das andere Formular spart diese Arbeit, ist aber eben auch nicht ganz so übersichtlich. Hier reicht der Komplettbetrag, den man in einem Geschäft ausgegeben hat und man kreuzt lediglich an, worin der Haupteinkauf bestanden hat.

Egal, für welche Art des Haushaltsbuchs ihr euch entscheidet, wichtig ist, es wirklich regelmäßig zu führen. Lasst euch grundsätzlich Kassenzettel geben und gewöhnt euch an, kleinere Ausgaben unterwegs zu notieren (auf einem Zettel oder im Handy). Gerade diese „mal schnell zwischendrin was kleines gekauft“ – Einkäufe vergisst man gerne mal und genau dort schlummert häufig sehr viel Sparpotenzial. Wer sich häufig beim Bäcker mal schnell eine Kleinigkeit kauft, wird erstaunt sein, wie viel Geld er da unterm Strich lässt. Es ist sehr verlockend, bestimmte Einkäufe absichtlich zu „vergessen“. Aber weg ist das Geld trotzdem, daher bringt Schummeln leider nicht wirklich was.

Nutzt ihr schon ein Haushaltsbuch? Oder ist euch das zuviel Aufwand? Ich freue mich, wenn ihr mir eure Erfahrungen berichtet.

Important!

Du wolltest dir hier meine Haushaltsbuch Formulare runterladen. Dann klick schnell auf meinen neuen Blog. Dort findest du einen aktualisierten Beitrag und die aktuellen Formulare: Finanzen im Griff mit dem Haushaltsbuch.

6 Kommentare

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  1. Dmitri

    Super Beitrag! Ich würde gerne ergänzen…

    …viele sind erstaunt, sobald ihnen bewusst wird, für welch unnötigen Unrat sich letzten Monat wieder sinnlos verausgabt haben. Diesen Einblick hätten viele von uns ohne ein Haushaltsbuch nicht, weil man es entweder einfach vergessen oder verdrängt hätte.

    Dazu kenne ich keine organisierte, wohlhabende Person oder kein gesundes Unternehmen, welche nicht genau über Ihre finanziellen Mittel Bescheid wissen. Und zwar Euro um Euro!

    1. Andrea

      Das stimmt allerdings. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass man sich zweimal überlegt, ob man etwas wirklich kauft. Weil dann muss man es ja ins Haushaltsbuch schreiben. Also mich zumindesten hat es schon von dem ein oder anderen Spontankauf abgehalten.

  2. Thomas

    Ich finde den Artikel auch sehr gut. Schon seit Jahren führe ich selbst ein Haushaltsbuch in Excel und will es nicht mehr missen. Die Kleinigkeiten sind die größten „Budget-Fresser“, die man, wenn man sie aufschreibt, leicht und gut identifizieren kann. Meine Frau war das woher nicht gewöhnt, inzwischen aber findet sie das disziplinierte aufschreiben auch sehr nützlich und sie macht mit.
    Es gibt sehr viele tolle Tools, die kostenfrei sind. Wir verwenden das Haushaltsbuch PerfectBudget, das Freeware ist und auf Excel basiert (haushaltsbuch24.com).

  3. Jan

    Ein schöner Beitrag, ich selbst führe mein Haushaltsbuch jetzt seit ca. fünf oder sechs Jahren. Gerade eine regelmäßige Auswertung bringt die wirklichen Sparpotenziale hervor. Manchmal ertappe ich mich selbst noch dabei wie ich mir am Mittag mal eben schnell zwei Brötchen beim Bäcker hole. Ich kenne jedoch Leute die das täglich tun und sich wundern wo am Ende des Monats die (5*20) 100 Euro hin sind. Durch das Führen meines Haushaltsbuches kann ich solchen kleinen Geldfressern mittlerweile sehr viel besser widerstehen.
    VG Jan

  4. Luna

    *HALLO….ich bin genau richtig gelandet hier….finde diese Beiträge einfach super…..Ausdrucke bereits erledigt….und nun werde ich durchstarten 😉
    Hoffe, daß ich mit einer guten Konsequenz unsere *Finanzen* in den
    Griff bekomme…..es muß klappen….
    *DANKE – Andrea für diesen supertollen Blog!!
    Alles Gute EUCH….
    lg Luna*

  5. Mike

    Hallo zusammen,

    was schreibe ich ins Haushaltsbuch, jeden ienselnen Artikel? oder kassen beleg?

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