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Zeitdiebe erkennen und ausschalten

Endlich Wochenende. Für Samstag hab ich mir sehr viel vorgenommen. Das Bad muss geputzt werden, zwei Maschinen Wäsche warten darauf versorgt zu werden und ich möchte mindestens drei Blogbeiträge für die nächste Woche schreiben. Ach ja, einen Kuchen wollte ich noch backen. Und mit meinem Freund joggen gehen. Und einkaufen müssten wir auch.

Ziffernblatt einer UhrEin Tag hat 24 Stunden. Rechnet man die Schlafenszeit heraus – die bei mir gerne acht Stunden betragen darf – bleiben 16 Stunden übrig. Selbst wenn man konzentriert von Anfang an an die Arbeit geht und seine Vorhaben planmäßig umsetzt, kommt es oft vor, dass man einfach nicht alles schafft. Eine Aufgabe dauert länger als geplant oder es kommt etwas Unvorhergesehenes dazwischen.

Daneben gibt es aber noch ein weiteres Problem, das mir persönlich ziemlich oft einen Strich durch die Rechnung macht: Zeitdiebe. Damit meine ich Tätigkeiten, mit denen man seine Zeit vertrödelt – meist Dinge, die man sich gar nicht, oder nur sehr kurz vorgenommen hat. Oft stehlen sie einem die Zeit, ohne dass man es wirklich mitbekommt.

Internet und Telefon sind prädestiniert dafür, zu Zeitdieben zu werden. Nur mal kurz E-Mails checken und schwupps hat man drei Stunden mit Surfen verbracht. Oder ein kurzer Anruf bei einer Freundin, der sich spontan auf über eine Stunde hinzieht. Man hat sich ja soviel zu erzählen.

Bevor man gegen diese Zeitdiebe etwas unternehmen kann, muss man sie erst mal erkennen. Das geht am besten, wenn man sich mal einige Tage lang genau aufschreibt, wie viel Zeit man womit verbringt. Das mag zwar etwas lästig sein, unterm Strich wird man dadurch allerdings mehr Zeit sparen. Wichtig ist, dass man wirklich jede Kleinigkeit aufschreibt. Drei Minuten Zähne putzen mag zwar unwichtig erscheinen, wenn man aber morgens generell über zwei Stunden im Bad verbringt, kann diese Angabe sehr hilfreich sein.

Nach einigen Tagen (zwei sind für den Anfang schon ausreichend) sollte man die Notizen dann auswerten. Meistens erkennt man relativ schnell, womit man seine Zeit vertrödelt hat. Es kann aber auch hilfreich sein, alle Tätigkeiten in Kategorien zu fassen und die Zeit jeweils zusammen zu rechnen. Wer mehrmals am Tag nur kurz mal seine E-Mails checkt, wird erstaunt sein, wie viel Zeit dabei insgesamt zusammen kommt.

Ich werde die nächsten zwei Tage selbst mal genau aufschreiben, was ich so den ganzen Tag treibe und es dann hier vorstellen. Ich habe zwar schon eine Vermutung, wo meine Zeit so bleibt, aber ich bin gespannt auf das wirkliche Ergebnis.

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere von euch mitmacht. Ich habe mich für Freitag und Samstag entschieden, weil ich besonders gerne am Wochenende meine Zeit vertrödel, obwohl ich eigentlich was ganz anders vorhabe. Wer sein Wochenende gerne völlig ohne Zeitdruck und geplante Vorhaben verbringt, sollte sich besser zwei Wochentage aussuchen.

Hinterlasst mir einen kurzen Kommentar, wenn ihr mitmachen möchtet und schreibt mir, für welche Tage ihr euch entschieden habt.

4 Kommentare

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  1. Claudia Barfuss

    Finde ich gut, das mit dem Aufschreiben. Wenn ich so unproduktive Tage habe finde ich meist schnell heraus wo die Zeit geblieben ist (bei meinen Viechern, in aller Regel). Aber es gibt auch Tage, da läuft es einfach nicht.
    Mein Rezept: Ich plane immer am Abend vor dem Einschlafen meinen nächsten Plan (entgegen allen Ratschlägen für gutes Schlafen). Ich plane was ich machen will, wieviel Zeit ich brauche und rechne eine Reserve ein. Das klappt in aller Regel gut.

    1. Andrea

      Ja, solche Tage kenne ich leider auch zur Genüge. Das mit dem vorher genau planen nehme ich mir oft vor, aber so richtig klappt das noch nicht. Mein Zeitprotokoll heute ist teilweise echt erschreckend, da besteht auf jeden Fall Optimierungsbedarf. Ich schätze, vor dem Einschlafen wird dann auch meine bevorzugte Zeit dafür.

  2. Fee

    Heyho,
    eine klasse Idee mit dem Aufschreiben und ein cooler Blog ansich. Werde hier wohl öfter mal vorbeischauen, denn ich HASSE es unproduktiv zu sein. Obwohl manchmal kann es auch toll sein… ;-)

    LG

    1. Andrea

      Hallo Fee,
      vielen Dank. Der Sonntag ist für mich ein toller Tag um planmäßig unproduktiv zu sein. Das muss manchmal auch einfach sein. Falls du das mit dem Aufschreiben auch mal ausprobierst, würde ich mich freuen, wenn du von deiner Erfahrung berichtest.

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